6. Woche

Wir sind jetzt bereits schon 6 Wochen alt. Die Zeit vergeht so unglaublich schnell. Leider habe ich bisher keine Möglichkeit gehabt, über die Entwicklung der Welpen zu berichten , zu viel hatte sich in  den letzten Wochen ereignet. 

Die Geburt der Welpen verlief völlig problemlos. Doch ab dem 12. Tag post partum überschlugen sich die Ereignisse.

Unsere Mama ist sehr krank geworden und beinahe wäre sie gestorben. Ein Gesäugekomplex hat sich entzündet und wurde nekrotisch, so daß sie in einer Nacht notfallmäßig operiert werden mußte. Aufgrund der schweren Entzündung waren sich die Tierärzte nicht sicher, ob sie die Operation überlebt oder in der Sepsis versterben wird

Wir waren alle geschockt und bangten um ihr überleben. Doch unsere Mama ist eine starke Mama , sie hat die Operation erstaunlich gut überstanden und nach drei Tagen auf der Intensivstation der Tierklinik konnte unser zweibeiniges Frauchen sie wieder nach Hause holen. Was haben wir uns gefreut sie wiederzusehen . Die Milchbar jedoch blieb für immer verschlossen, schade, sehr, sehr schade.

Eine Woche später ging es auch einem Welpen nicht so gut, so daß auch er in der Tierklinik aufgenommen wurde. Bei ihm hatte man den Verdacht, daß er Welpenmilch in die Lunge bekommen hat. Auch eine fatale Diagnose, die sich zum Glück nicht bestätigt hatte, auch er konnte nach 2 Tagen Intensivstation wieder nach Hause entlassen werden. Ihm geht es auch prima, er ist der kräftigste von allen.

Da unsere Milchbar ja verschlossen war, mußte unser zweibeiniges Frauchen uns 13 alleine mit der Flasche aufziehen, Tag und Nacht. Das war eine große Aufgabe, und ich glaube si,e hat oft gedacht, sie wird uns nicht durchbekommen und war ziemlich verzweifelt. Wir waren aber auch nörgelige Esser, die einen haben sich verschluckt und Frauchen dachte sie bringt uns um, die anderen wollten nicht, die nächsten haben nur am Schnuller geleckt, nicht getrunken und so weiter, und so weiter, aber sie hat nicht aufgegeben, wir mußten alle unsere Ration trinken.

Und mit Hilfe und sehr viel Unterstützung von unserem lieben Jörg, der ihr mit Rat und Tat zur Seite stand und mit dem sie täglich mehrmals telefoniert hat, haben wir es dann doch geschafft und essen jetzt ganz normales Hundefutter.

Danke lieber Jörg für deine Engels Geduld , die du mit mir hattest.

Aber das war noch nicht alles. Nach 10 tagen sollten bei unserer Mama die Fäden gezogen werden, doch leider ist die Naht aufgegangen und bei der Untersuchung zeigte sich eine große Wundhölhle, so daß sie erneut operiert werden mußte. Auch diesmal hat sie sich gut von der OP erholt, konnte gleich wieder mit heim, kam die Treppe hochgestürzt, hat uns alle kontrolliert und sich dann zufrieden hingelegt. Nachdem dann endlich die Drainage gezogen werden konnte, kam es 2 Tage später zu einer Nachblutung. Unser Frauchen war nicht zu Hause und hat das Herrchen angewiesen sofort in die Klinik zu fahren, und das war auch gut so, denn wäre er nicht gefahren, wäre unsere Mama in der Nacht verblutet. Ein Gefäß war verletzt worden, vermutlich beim Ziehen der Drainage und so mußte die arme Ronja ein drittes mal operiert werden. es war eine lange Op, aber sie durfte hinterher direkt wieder mit nach Hause.

Und jetzt, im Augenblick, bis zum heutigen Tag ist alles gut. Ronja geht es prima, sie kümmert sich super um ihre Welpen , was für eine tolle Mama. Die ersten Fäden konnten bereits gezogen werden , die Wunde sieht gut aus, und jetzt bitte keine Katastrophen mehr.

Wir sind inzwischen groß und kräftig geworden und machen den Garten unsicher. Jeden Tag ein bisschen mehr, es wird gespielt, gerauft, gekämpft, man testet aus was möglich ist, und was nicht, um dann zufrieden in irgendeiner Ecke einzuschlafen.

.